Vorschläge zur Unterstützung von SIDS betroffener Familien

Wertvolle Vorschläge zur Unterstützung vom Plötzlichen Säuglingstod betroffener Familien durch professionelle Helfer/innen in der Akutsituation bietet ein immer noch aktueller Betrag von Jutta Helmerichs et al. Die Vorschläge stützen sich auf Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Beratungsarbeit mit betroffenen Eltern und hinterbliebenen Geschwistern.

Den vollständigen Artikel können Sie beim Deutschen Ärzteblatt herunterladen. Die wichtigsten Hinweise und Vorschläge lauten kurz zusammengefasst:

Medizinische Ersthelfer/innen sollten...

  • die Eltern bei Reanimation und Todesfeststellung nicht ausgrenzen,
  • den festgestellten Tod in eindeutigen Worten mitteilen,
  • die Todesart "ungeklärt" und den Polizeieinsatz erklären,
  • erste Informationen zum Plötzlichen Säuglingstod geben,
  • über die langfristig entlastenden Aspekte einer Obduktion sprechen,
  • das Abschiednehmen ermöglichen und der Familie dabei Zeit lassen,
  • auf beruhigende Medikamente verzichten,
  • die Mutter zum Abstillen beraten,
  • auf hinterbliebene Geschwisterkinder achten und eingehen,
  • bei Zwillingen auf klinische Symptome des Zwillingskindes achten,
  • die Familie nicht allein zurücklassen,
  • auf die bundesweit organisierten Elternselbsthilfen GEPS, Verwaiste Eltern, Initiative Regenbogen oder andere Hilfen (z. B. örtliche Seelsorger oder die Telefonseelsorge) hinweisen.

Helmerichs J, Bentele KHP, Kleemann WJ, Poets CF, Saternus KS. Plötzlicher Säuglingstod: Vorschläge zur Unterstützung betroffener Familien in der Akutsituation. Dt Ärztebl 1996; 93 (9): A519-A522.