Risikofaktoren

Die erheblichen epidemiologischen Forschungsanstrengungen, überwiegend mit den analytischen Studiendesigns der Kohorten- und Fall-Kontroll-Studien, haben die Erkenntnisse zum Plötzlichen Säuglingstod systematisiert und erweitert. Danach ereignen sich die meisten SIDS-Fälle im zweiten bis vierten Lebensmonat, Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen, die Todesfälle häufen sich in den Winter-monaten. Ein erhöhtes SIDS-Risiko tragen untergewichtige bzw. frühgeborene Kinder, Kinder von Müttern mit unzureichender Schwangerschaftsüberwachung, Kinder mit hoher Geschwisterzahl und kurzem Schwangerschaftsintervall, Kinder sozial benachteiligter Mütter sowie Kinder von Müttern, die während der Schwan-gerschaft geraucht hatten. Als Risikofaktoren für die Zeit nach der Schwangerschaft gelten insbesondere das Rauchen in der Wohnung, die Säuglingsernährung ohne Muttermilch und das Schlafen in Bauchlage. Auf drei der genannten Risikofaktoren soll im folgenden durch kurze Beschreibung eigener Untersuchungen näher eingegangen werden.


Schlaud M. Epidemiologie des Plötzlichen Kindstods (SID). In: Saternus K-S, Karimow S (eds). Säuglingssterblichkeit, Plötzlicher Kindstod (SID). Lübeck: Schmidt-Römhild; 1998.

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